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Vorschläge der Parteien zur Inklusion

07 Oktober 2017
Leichtes Format

Die Lebenshilfe Österreich, hat
zu ihrer 50. Jahres-Feier vorgestellt, welche Vorschläge
die Parteien zur Inklusion machen.

Vor der Nationalrats-Wahl am 15. Oktober hat die Lebenshilfe

Österreich vorgestellt, was die Wahl-Programme

der Parteien zu Inklusion enthalten.

Inklusion bedeutet, dass Menschen Behinderung nicht schlechter

behandelt werden, als andere Menschen, nur

weil sie eine Behinderung haben.

Inklusive Bildung

Inklusive Bildung ist sehr wichtig,

um die Inklusion umzusetzen.

Außerdem ist sie eine Voraussetzung

für ein selbstbestimmtes Leben in allen Bereichen.

Im Bereich der Inklusiven Bildung sind die Ansichten

der Parteien sehr unterschiedlich.

Die SPÖ und die GRÜNEN fordern, dass Sonder-Schulen

zu Regel-Schulen gemacht werden.

Diese 2 Parteien sehen Bildung als den Weg zur Inklusion.

Die ÖVP ist für die Förderung der Begabten

statt für die Inklusion im Allgemeinen.

Das bedeutet, dass sie nicht für die Schule für alle sind.

Die NEOS sind dafür, dass die Schule für alle

da ist und für Chancen-Gleichheit im Bereich der Inklusiven Bildung.

Die FPÖ ist dafür, dass es Sonder-Schulen weiterhin geben soll

und lehnt die Gesamt-Schule für 10 bis 14-jährige ab.

Albert Brandstätter General-Sekretär der Lebenshilfe,

fasst zusammen: „Hier können schwere Zeiten auf uns zukommen.“

Er sagt auch, dass ein Regierungs-Bündnis zwischen ÖVP

und FPÖ das Ende für die Schule für alle bedeuten würde.

Inklusive Arbeit

Erwachsene Menschen mit Behinderung sind

in ihrer Arbeit immer noch nicht versichert.

Außerdem arbeiten sie immer noch für ein Taschengeld.

Die Selbst-Vertreterinnen und Selbstvertreter

von der Lebenshilfe fordern Arbeits-Plätze mit Versicherung.

Die ÖVP sagt, dass sie die Inklusive Bildung

verbessern und das Taschengeld für Menschen

mit Behinderung in Werkstätten erhöhen.

Das entspricht aber immer noch nicht den Bedingungen

anderer Arbeitsplätze und damit nicht dem Gedanken

der Inklusion.

Die GRÜNEN fordern eine Ausgleichs-Zahlung,

und sind für eine eigene AMS-Gruppe

für Menschen mit Behinderung.

Ausgleichs-Zahlung bedeutet, dass Menschen für die

aus verschiedenen Gründen keine Arbeit gefunden wird

Geld als Ausgleich bekommen.

Die SPÖ will mehr Geld für die Beschäftigung,

von Menschen mit Behinderung zur Verfügung stellen.

Außerdem will die SPÖ Unternehmen unterstützen,

die Menschen mit Behinderung bei sich einstellen.

Die NEOS sind dafür, dass eine

Teil-Arbeitsfähigkeit eingeführt wird.

Dadurch können Menschen die nicht komplett arbeitsfähig sind,

selbstbestimmter arbeiten und entlasten damit auch den Staat.

Die NEOS sind außerdem für ein Bürger- und Bürgerinnen-Geld.

Dadurch soll die Selbstbestimmung von jedem einzelnen

Menschen in Österreich erleichtert werden.

Außerdem soll dadurch die Persönliche Assistenz

für alle die sie brauchen, bezahlt werden können.

Im Wahl-Programm der FPÖ, gibt es

keine Vorschläge zum Thema Inklusive Arbeit.

Persönliche Assistenz

Viele Menschen mit Behinderung brauchen eine

persönliche Assistenz im Beruf,

in der Freizeit und im Alltag.

Eine persönliche Assistenz ist eine Hilfe,

die Menschen mit Behinderungen bekommen,

damit sie selbständig leben oder arbeiten können.

Die bekommen aber nicht alle.

Es wird aber inzwischen von den Parteien

mehr wahrgenommen, dass viele Menschen

eine persönliche Assistenz brauchen.

Die GRÜNEN und die SPÖ sind dafür, dass dieses Gesetz

erweitert wird und auch für Menschen mit

geistiger Behinderung gelten soll.

Die ÖVP ist für eine persönliche Assistenz

auch in der Freizeit.

Die FPÖ hat zu diesem Thema keine

genauen Angaben gemacht.

Die NEOS sagen auch nicht viel dazu, sprechen aber

über ein Bürgergeld.

Damit soll die Selbstbestimmung gefördert werden

und die persönliche Assistenz bezahlt werden.

Pflegegeld

Das Pflegegeld soll jährlich erhöht werden,

sowie der Lohn.

Das hat in den letzten Jahren nicht gut funktioniert

und deshalb blieb den Leuten weniger von dem Geld.

Eigentlich sind alle Parteien für eine jährliche Anpassung

von dem Pflegegeld.

Das hat das Finanz-Ministerium bisher nicht erlaubt.

Die ÖVP ist nicht dafür.

Die GRÜNEN und die SPÖ wollen das Pflegegeld

stark erhöhen, vor allem für Kinder

mit schweren Behinderungen.

Einfache Sprache

Damit jeder in Österreich sich über die Parteien

informieren kann, braucht es Informationen

in einfacher Sprache.

In einfacher Sprache werden Informationen

leicht verständlich erklärt.

In den letzten Jahren hat sich bereits viel

in einfacher Sprache getan.

Früher waren die GRÜNEN alleine bereit,

Informationen in einfacher Sprache anzubieten.

Inzwischen bieten mehrere Parteien Informationen

in einfacher Sprache an.

Das Wahlprogramm von den NEOS ist gut zu lesen

und es gibt auch eine Leichter Lesen Form

von dem Wahlprogramm.

Die GRÜNEN haben einen gut erkennbaren Schrifttext

und auch mehrere Leichter Lesen Formen

von ihrem Wahlprogramm.

Sie haben auch eine in Blindenschrift.

Das Wahlprogramm der FPÖ ist in einfacher Sprache

geschrieben und ist auch gut zu lesen.

Die ÖVP verwendet auch einfache Sprache,

aber das Wahlprogramm ist an vielen Stellen

nur schwer zu lesen.

Die SPÖ hält sich auch an Erklärungen in

einfacher Sprache, aber ihr Wahlprogramm

ist nicht gut zu lesen.

Aber die Parteien tun schon mehr dafür,

dass ihre Wahlprogramme für alle verständlich sind.

Bericht von Marcel Benz und Marko Kaiser
Aus der Abteilung „einfache Sprache“ im Online-Kurier:
kurier.at/einfache-sprache

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