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Sexuelle Übergriffe in Märchen

03 Januar 2018
Leichtes Format

„Dornröschen“ wird von einem Prinzen wach geküsst.
Eine Professorin kritisiert, dass das ein sexueller Angriff ist.

In den Märchen „Dornröschen“ und
„Schneewittchen“, werden die Prinzessinnen
vom Prinzen aus dem Schlaf wach geküsst.
Kazue Muta findet, dass das ein sexueller Übergriff
auf eine bewusstlose Person ist.
Sie ist Professorin an der Universität von Osaka.
Das ist eine Stadt in Japan.

Kazue Muta teilte am 11. Dezember 2017 auf der
Internet-Plattform Twitter eine Nachricht.
In der Nachricht stand, dass ein Mann in einem
Zug in Osaka eine schlafende Frau geküsst hat.
Der Mann wurde verhaftet.
Kazue Muta sagte, wenn man über die Märchen
„Schneewittchen“ und „Dornröschen“ nachdenkt,
erkennt man, dass die Märchen sexuelle Gewalt
an schlafenden Frauen fördern.
Das sollte man sich bewusst machen.

Vergleich zu #metoo

Auch die britische Sarah Hall forderte
Ende November 2017 auf Twitter,
dass „Dornröschen“ aus dem
Lehrplan von der Schule in die ihr Sohn geht,
herausgenommen werden soll.
Weil die Geschichte eine falsche Botschaft vermittelt.
Die Twitter-Nachricht teilte Hall mit den Handy-Tasten # metoo.
Mit #metoo werden auf Twitter
sexuelle Übergriffe an Frauen bekanntgegben.
Damit möchte man auf das Problem aufmerksam machen.

In einem Gespräch kritisiert Sarah Hall,
dass „Dornröschen“ Kindern vermittelt,
dass es in Ordnung ist, eine schlafende Frau zu küssen.
Hall meinte, solange solche Märchen im Unterricht sind,
wird sich der Umgang und die Einstellung
gegenüber Frauen nie ändern.

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