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Inklusives Tanztheater: Übern Zaun schau’n

06 April 2017
Leichtes Format

Im Theater Akzent läuft derzeit das Tanztheaterstück
„Übern Zaun schau’n“ der inklusiven Gruppe „Ich bin O.K.“
Drei Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der
Inklusiven Lehr-Redaktion beim KURIER haben sich das
Stück angeschaut.

Hier der Bericht:
Die Tanzgruppe besteht aus Menschen mit und ohne Behinderung,
hat 110 Mitglieder, und nennt sich: „Wir sind O.K“.
Ich bin O.K bedeutet ich bin in Ordnung.
Einige Mitglieder der Tanzgruppe sitzen im Rollstuhl.
Der Inhalt

In dem Stück geht es um 3 Freunde aus einem Dorf,
das durch einen Zaun vom Rest der Welt getrennt ist.
In dem Dorf wird zu langsamer Trompetenmusik getanzt,
von der anderen Seite vom Zaun hört man manchmal laute Musik.
Fast alle Dorfbewohner meinen, die Menschen außerhalb vom Zaun
sind alle eh alle blöd.
Die 3 Freunde klettern darüber, um es selbst herauszufinden.
Dabei erleben sie ein großes Abenteuer.
Dabei wird zu Musik getanzt und manchmal auch gesungen.
Unter anderem wurde auch das Lied YMCA gespielt.
Leuchtende Gesichter

Als erstes sah man nur leuchtende Gesichter die sie begrüßten.
Dann sah man 2 Gesichter blau-grün leuchten die anfingen zu klatschen,
als die Musik losging und ebenfalls blau-grün leuchteten.
Zu YMCA tanzten einige Tänzer in schwarzen Ganzkörper-Anzügen
mit Streifen, die in grün blau und rot leuchteten.
Gar nicht blöd

In diesem Abenteuer fanden sie heraus, dass die Menschen
außerhalb vom Zaun gar nicht so blöd sind,
wenn man sie erst ein bisschen kennengelernt hat.
Sie begegneten an verschiedenen Orten den verschiedensten Menschen.
Zum Beispiel kamen sie in eine Stadt in der Menschen mit bunten
Kleidern und Seide durch Berührungen miteinander sprachen.
Dabei drehten und wirbelten sie sich im Kreis.

Später kamen sie in eine Stadt voller Polizisten mit sehr vielen Verboten,
dabei sagten sie zu einigen Zuschauern unter anderem, dass
sitzen und sich berühren verboten ist.
In dieser Stadt wurde beim Tanzen ein Handstand
gemacht und Räder geschlagen und die Leute drehten sich
auf dem Kopf und den Händen.

Außerdem kamen die 3 Freunde in die sogenannte „verkehrte Stadt“,
dort fuhren die Autos, Räder und die Menschen gingen rückwärts.
Keine Angst vor Fremden

Immer wieder im ganzen Stück sagten oder sangen alle 3:
„Überspringen, Übersteigen, nur drauf los und auf Kurs bleiben,
keine Angst vor Fremden zeigen“.
Sie sagten, dass sie auch Menschen begegneten,
die sie eiskalt abwiesen, und nichts mit ihnen zu tun
haben wollten.
Kurz vor Ende vom Stück sang der einzige Junge
der 3 Freunde namens Lukas:
„Überspringen, Überschreiten, nur drauf los, auf Kurs bleiben,
keine Angst vor Fremden zeigen,
du musst dich mal was trauen und übern Zaun schau´n“.
Alles gut gegangen

Am Ende von dem Stück standen alle 110 Mitglieder
der Tanzgruppe, „Ich bin O.K“ auf der Bühne,
die Zuschauer waren begeistert.
Sie klatschten und jubelten laut.
Nachher erzählte uns ein Tänzer, der Moritz heißt,
es war sein erster Auftritt und er war sehr
nervös, aber trotzdem ging alles gut.
Bericht von Marcel Benz

Meine Eindrücke
Ich habe das Theater-Stück gut gefunden,
weil es viele Emotionen weckt.
Die Tänzer haben mit ihrem Köper-Gefühl
ihre Geschichten erzählt.
Es waren bunte Kostüme dabei.
Jede Tanz-Gruppe hat eine eigene Geschichte erzählt.
Bericht von Klaudia Huber

Informationen: Was? Wer? Wann? Wo?
Übern Zaun schau’n
Inklusive Tanztheater-Produktion des „Ich bin O.K.“- Tanzstudios

Regie & Konzept: Hana Zanin-Pauknerova & Attila Zanin
Live Musik: Broken-Tree-O

Auf der Bühne: Mehr als 110 Tänzer_innen mit und ohne Behinderung
des „Ich bin O.K.“ Tanzstudios, der Tanzausbildung Wien,
der Musikschulen Wien, des Gymnasiums Theresianum Wien,
Studierende der MUK (Musik und Kunst Privatuniversität Wien) und
der Vitalakademie Wien

7. April 2017, 19 Uhr
5. Mai 2017, 10 Uhr
7. Mai 2017, 14 Uhr
9. Mai 2017, 19 Uhr

Theater Akzent, 1040; Theresianumgasse 18
Telefon: (01) 501 65-3306
www.akzent.at

Aus der Abteilung „einfache Sprache“ im Online-Kurier:
www.kurier.at/einfache-sprache

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