Loading... (0%)

Freiflug im Rollstuhl

14 August 2015
Leichtes Format

In Rüthen in Deutschland gibt es einen der ersten Kletter-Gärten für Menschen mit Behinderung.

Ein Kletter-Garten ist:

Ein Platz an dem man mit einem Sicherungs-Seil an Wände und Felsen hochklettern kann.

Es ist ein Inklusiver Kletter-Garten.

Er ist so gebaut, dass auch Rollstuhl-Fahrer ihn nutzen können.

Miki Ale Workneh sitzt im Rollstuhl und hat den Kletter-Garten getestet.

Etwas unsicher lächelte der 16-Jährige, als Jenny Kuhlmann immer mehr Seile an seinem Rollstuhl befestigte.

Jenny Kuhlmann ist eine Betreuerin des Kletter-Garten.

Dann wurde er hochgezogen.

Der Rollstuhl drehte sich wie ein Kreisel.

Aufgehängt an vier starken Seilen, die viel Gewicht aushalten könnten.

Der Hängetest wird jedes Mal vorm Klettern gemacht.

Damit die Rollstuhl-Fahrer den Sitz der Sicherheits-Gurte überprüfen können.

Damit sie Vertrauen in das Seil-System gewinnen.

Nach dem Hängetest geht es hinauf auf 6 Meter Höhe.

Eine Erfahrung, die an vielen Orten nur Menschen ohne Behinderung machen können.

Ganz schön hoch

Über eine lange Rampe geht es für die Menschen im Rollstuhl hinauf.

Begleitet werden die Besucher vom Kletter-Garten-Team.

Bei der Hänge-Brücke können die Rollstuhl-Fahrer durch große Löcher in die Tiefe blicken.

An dieser Stelle waren vor allem Mikis Klassen-Kameraden aus einer Förder-Schule gefragt.

Während Miki über die Brücke fuhr, mussten seine Mitschüler einige Seile stramm ziehen.

Damit die Brücke nicht wackelte.

Von oben hat eine Betreuerin die Brücke ausgerichtet.

Jeder Rollstuhl ist anders

Immer wieder kommen Menschen im Rollstuhl nach Rüthen, um erste Kletter-Garten-Erfahrungen zu sammeln.

Einmal war eine Rollstuhl-Rugby-Mannschaft hier.

Rugby ist eine Sportart von American Football, die ein paar andere Regeln hat.

Von denen haben sich einige auch allein vorwärts getraut, erinnert sich eine Betreuerin.

Oft ist die größte Sorge, dass der Rollstuhl kaputt wird.

Die Rollstuhl-Fahrer fahren meistens mit ihren normalen Rollstühlen die Rampe hinauf.

Für die Betreuer ist jeder neue Gast eine Herausforderung.

Die Sicherungs-Seile müssen immer wieder ein wenig anders befestigt werden.

Rollstuhl-Fahrer sollten sich vorher anmelden, damit genug Personal da ist.

Weil der Aufwand für die Betreuung der Rollstuhl-Fahrer im Kletter-Garten größer ist.

Einfach sau gut

Am Ende vom Kletter-Garten kann man noch „fliegen“.

Miki hat das ausprobiert.

Er musste mit seinem Rollstuhl in eine spezielle Vorrichtung eingehängt werden.

Für den Freiflug haben die Entwickler eine besondere Vorrichtung entworfen.

Langsam wagte sich Miki vor.

Ein kleiner Schubser und schon flog er, getragen von Seilen, durch die Luft.

Dabei lachte er laut.

Das war einfach sau gut, sagte er.

 

Bericht von Kaiser Marko

Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+Email this to someone