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Ehemalige Obdachlose erzählt über ihre Zeit in der Gruft

04 Dezember 2017
Leichtes Format

Rosie aus Wien war viele Jahre obdachlos.
Sie erzählt, wie ihr die Gruft geholfen hat, eine Arbeit und eine Wohnung zu finden.

Rosie ist eine Frau aus Wien und ist 58 Jahre alt.
Sie war 12 Jahre lang obdachlos.
Obdachlos sein bedeutet, dass Menschen kein
Zuhause haben und auf der Straße leben.
Rosie hat zum Beispiel in Zelten,
in alten Häusern und auf Toiletten geschlafen.

Rosie hatte keine schöne Kindheit.
Sie wollte schon früh von zu Hause weg.
Rosie lebte dann auf der Straße,
später kam sie ins Heim und wegen Gewalttaten
kam sie ins Gefängnis.

Rosie erzählte, dass es für Frauen, die früher obdachlos waren,
keine anderen Möglichkeiten gab,
irgendwo einen Unterschlupf zu finden.
1986 wurde die „Gruft“ von der Hilfs-Organisation
Caritas gegründet.
In der „Gruft“ können Menschen, die auf der Straße
leben, essen und schlafen.
Rosie hat sich dort sehr wohl gefühlt, die „Gruft“ war
ihre Familie.

Als Rosie 30 Jahre alt war, wollte sie in eine Wohnung
ziehen und eine Arbeit haben.
Die Chefin von der Gruft, Susanne Peter hat ihr
geholfen, eine Wohnung zu finden.
Rosie suchte sich eine Arbeit.
Sie arbeitete als Klofrau in Schönbrunn und am
Karlsplatz in einer Wäscherei, als Kellnerin
und als Putzfrau.

Jetzt ist Rosie in Pension und lebt mit ihrem Partner in
einer Wohnung in Wien.
Rosie bleiben im Monat 70 Euro zum Leben.
3 Mal in der Woche besucht sie die „Gruft“ und spielt
Karten oder Tischfußball mit ihren Freunden.
Als sie vor einiger Zeit noch beweglicher war,
hat sie für andere obdachlose Menschen gekocht.
Rosie sagt, dass ihr die Gruft geholfen hat und wenn
die Gruft ihre Hilfe braucht, dann hilft sie, das ist doch klar.

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