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Bemühung um ein barrierefreies Museum

10 Juli 2017
Leichtes Format

Am 6. Juli fand in Wien im Kunsthistorischen Museum eine Veranstaltung zum Projekt COME-IN statt. Bei dem Projekt COME-IN geht es darum, dass alle Menschen Kunst genießen können.
Das Projekt beschäftigt sich mit Barrierefreiheit in Museen. Deswegen arbeitet man bei diesem Projekt mit Organisationen zusammen, die viel für Barriere-Freiheit tun.
Mit Barrieren sind Hindernisse gemeint. Zum Beispiel, wenn jemand im Rollstuhl, wegen einer Stufe nicht in ein Gebäude kommen kann.
Aber es gibt auch Informations-Barrieren, wie zum Beispiel zu schwierige Sprache. Eine weitere Barriere ist, wenn man es sich nicht leisten kann, in ein Museum zu gehen.
Gefördert wird das Projekt von dem Interregg Programm.
Dieses Programm fördert Projekte, bei denen verschiedene Länder zusammenarbeiten.
Beim COME-IN Projekt arbeiten zum Beispiel die Länder Italien, Polen, Deutschland, Slowenien und Kroatien und Österreich zusammen.
Der ÖZIV ist einer der Projektpartner.
Der ÖZIV ist die österreichweite zukunftsorientierte Interessensvertretung für Menschen mit Behinderung.
Der ÖZIV möchte die Inklusion von allen Menschen erreichen.
Inklusion bedeutet, dass alle Menschen zusammen leben und dieselben Rechte haben, egal ob jemand eine Behinderung hat oder nicht. Moderiert wurde diese Veranstaltung von Frau Elisabeth Rotter-Sramenko.
Frau Rotter-Sramenko ist gehörlos, deswegen war auch ein Dolmetscher dabei, der für sie übersetzt hat. Frau Rotter-Sramenko moderiert öfter solche Veranstaltungen.
Sie und ihr Team schreiben auch Nachrichten von der ganzen Welt in ihrer eigenen Redaktion. Sie machen die Nachrichten aber für Menschen, die gehörlos sind.
Nach dem Vortrag zur Barriere-Freiheit gab es noch eine Führung durch das Kunsthistorische Museum.
Die Führung übernahm die Expertin Frau Doktor Krall.
Sie zeigte uns zum Beispiel, wie Menschen mit schweren Sehstörungen Kunst wahrnehmen können. Das machen sie mit ihren Händen.
Einige Originalbilder wurden nachgemacht.
Die Bilder wurden so dargestellt, dass man darüber greifen kann und Linien und Punkte spüren kann. So ähnlich wie die Blindenschrift für blinde Menschen.
Diese speziellen Bilder sind mit so vielen Details voll, dass man spüren kann, was auf dem Original-Gemälde zu sehen ist.
Frau Krall sagte, dass das KHM im Jahr 2010 begonnen hat, sich auf die Barriere-Freiheit umzustellen. Anfangs war das noch ein wenig schwierig, aber inzwischen geht es wirklich gut.
Bericht von Marko Marinic

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